zurück zur Haupseite Erste Tipps zum Aufbau und Lackieren von Resine Kits
Resine (Polyurethan-Gießharz) ist ein Werkstoff mit einer hohen Festigkeit und Härte und eignet sich besonders gut für das Anfertigen von Kleinserien von Modellautokarosserien. Dieser Kunststoff wird in Silikonformen gegossen und hat eine cremefarbige Optik. Er lässt sich nach entsprechender Vorbereitung lackieren und mit Decals versehen etc...
Die Resine Kits für Slotcars, die sich auf dem Markt befinden, sind unterschiedlich ausgestattet.
Slot Classic liefert zum Beispiel ein fast komplettes Kit: die Karosserie ist hervorragend verarbeitet und vorbereitet, es sind alle notwendigen Kleinteile und Decals in sehr hochwertiger Ausführung vorhanden, das Chassis und der bekannte Felgensatz von Slot Classic ist dabei, es fehlt eigentlich "nur" der Motor und die Lackierung. Dies gilt auch für die KITS von Racer.
Andere Hersteller wie A2M Slot liefern zum Beispiel nur die unlackierte Karosserie und das Cockpit einschl. der Fahrerfigur. Hier ist weitaus mehr Geschick und Fantasie von Nöten um einen erstklassigen Slotcar zu erstellen.

Folgende, sehr allgemein gehaltene Arbeitsschritte sind beim Aufbau und der Bearbeitung der Resine Karosserien zu beachten:
  • Wenn es sich nicht um ein Komplett-Kit handelt, brauchen Sie ein Fahrwerk einschl. Achsen, Rädern, Motor etc.. daß zu Ihrer Karosserie passt. Diese Einzelteile werden im Handel von verschiedenen Spezialherstellern angeboten. Eine weitere Möglichkeit ist, einen kompletten Slotcar hierfür zu nehmen. Dies ist oft die günstigere und einfachere Methode. Das ausgewählte Fahrwerk muss an die Resine Karosserie angepasst werden, d.h. es sollte vor der Lackierung einwandfrei in die Karosserie passen. Überprüfen sie auch den Radstand und kürzen u.U. die Achsen sowie alle sensiblen Bereiche, die Gründe für ein Schleifen der Karosserie an den Rädern sein können.

  • Nachdem sichergestellt ist, daß Karosserie und Fahrwerk eine Einheit ergeben, kann die Karosserie für das Lackieren vorbereitet werden. Der Rohling muss vor der Grundierung einwandfrei gereinigt werden (z.B. mit Nitro-Verdünner) und alle Unebenheiten müssen ausgespachtelt (z.B. mit Zwei-Komponenten-Polyesterspachtel) werden. Danach kann der Rohling komplett angeschliffen werden (z. b. mit sehr feinem Schleifpapier oder Scheuermilch und einer Zahnbürste), um eine glatte Oberfläche ohne Fett und Trennmittel etc.. zu erhalten.

  • Nach der Vorbereitung wird grundiert (z.B. mit einer Spraydose Universal-Grundierung für KFZ). Die trockene Karosserie wird mehrmals (dazwischen immer austrocknen lassen) in dünnen Schichten grundiert, bis sich eine matte, deckende Oberfläche ergibt. Die Umgebungstemperatur sollte nicht zu gering sein (10° bis 20° C). Die Karosserieoberfläche sollte dann absolut glatt sein (mögliche Unebenheiten mit Grundierung austupfen). Jetzt muss die grundierte Karosserie ungefähr einen Tag gründlich austrocknen.

  • Vor dem Lackieren muss die Karosserie erneut nass geschliffen werden (z.B. mit 1200er und dann mit 2000er Schleifpapier und evtl. danach mit Scheuermilch). Dann kann die trockene Karosserie in der richtigen Umgebungstemperatur mehrmals dünn lackiert werden (z. B. mit Lacken aus dem KFZ Handel oder natürlich mit einem Airbrush-Set) (zwischen den Lackierungen immer gut austrocknen lassen). Bei der Lackauswahl müssen Sie sich für einen Typ entscheiden - z.B. Acryl- oder Kunstharzlacke - sonst können Unverträglichkeiten auftreten und sich Unebenheiten in der Lackoberfläche bilden.

  • Nach gründlicher Trocknung können bestimmte Karosseriepartien (z.B. Stoßstange, Türgriffe, Spiegel etc..) bemalt und hervorgehoben werden.

  • Nach erneuter Trocknung werden die Decals - wenn gewünscht - aufgebracht. Um ein schönes Finish zu erreichen, kann die komplette Karosserie dann nach Austrocknung nochmals (z.B. mit 1000er Schleifpapier) angeschliffen und dann mit Klarlack erneut lackiert werden.

  • Abschließend können die mitgelieferten und ähnlich bearbeiteten Teile (z.B. Cockpit mit Fahrer etc..) oder Fotoätzteile aufgeklebt werden (z.B. mit Zwei-Komponentenkleber).

  • Diese Aufstellung ist natürlich unverbindlich und nur als allgemein gehaltene Einführung zu verstehen, denn es gilt auch hier: "Übung macht den Meister". Tasten Sie sich langsam an die Materie heran und machen Sie erste Erfahrungen mit einfachen bzw. preiswerten Modellen.
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Zielflagge (c) by Slotchamps 2001

Letztes Änderungsdatum: Donnerstag, 27. Dezember 2007